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Es gilt weiter Vorsicht!

Die Experten raten zur Vorsicht mit der Hoffnung auf günstigere Heizölpreise zur Heizsaison. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, mit klar preissteigernden Potenzial. Sollte die globale Nachfrage zum Herbst und Winter weiter stabil bleiben, gar zunehmen, könnte das die zur Zeit als stabil angenommene Versorgungslage wieder gefährden. Zusätzlich steht immer noch die zweite US-Sanktionswelle gegen den Iran im Raum. Wenn das Wort Donald Trumps noch Geltung hat, dürfte der Iran ab Spätherbst kein einzigen Tropfen Öl mehr exportieren.

Effizient heizen mit Öl - Tipps rund um's heizen.

Verfolgen Sie die Marktlage.
Auch wenn Ihr Heizöltank noch nicht leer ist, lohnt sich der Ein­kauf bei gu­ter Marktla­ge.

Lassen Sie Ihrem Händler Freiheiten bei der Wahl des Liefertermins.
Er kann die zu liefern­den Men­gen so optimie­ren, dass die Transportkos­ten günsti­ger wer­den.

Denken Sie über eine Modernisierung Ihrer Heizungsanlage nach.
Öl-Brennwert­heiz­geräte spa­ren im Ver­gleich zu al­ten Heizkes­seln bis zu 40 % En­ergie.

Leeren Sie Ihren Öltank nach einigen Jahren bis auf 15 - 20 Zentimeter.
Damit vermei­den Sie, übermäßig lange La­gerzei­ten des Heizöls im Tank, die die Heizölqualität und somit den Wirkungs­grad vermindern können. Vorsicht: Den Tank niemals vollständig ent­lee­ren, da es sonst zu Störun­gen auf­grund des Ölmangels kommen kann.

Knackende oder gluckernde Geräusche in Ihren Heizkörpern weisen auf Luft hin.
Luftbla­sen vermindern die Wärmeabgabe und kos­ten somit zusätzli­che En­ergie. Ein Entlüftungs­set bekommen Sie in jedem Bau­markt.

Lüften Sie mehrmals am Tag für etwa 10 Minuten.
Dabei sollte das Fens­ter weit geöffnet sein. Fri­sche Luft ver­teilt die Wärme bes­ser als ver­brauch­te. Wichtig: Drehen Sie vor dem Lüften die Heizung ab.

Schließen Sie Rolläden und Vorhänge möglichst über Nacht.
Damit geht weniger Wärme über die Fenster verloren.

Energiesparberatung

En­ergieausweis und Wärm­egesetz – Neue Pf­lich­ten rund um das Hei­zen
Seit Beginn dieses Jah­res gel­ten für Hausbesitzer und Vermie­ter neue gesetzli­che Vorschrif­ten rund um das Hei­zen. Der En­ergieausweis ist nun Pf­licht für alle Wohngebäude, so­fern sie vermietet oder verkauft wer­den. Und in Neubau­ten muss künftig ein Teil der Heizwärme aus erneuerba­ren En­ergi­en erzeugt wer­den. Der En­ergieausweis und das Erneuerba­re-En­ergi­en-Wärm­egesetz (EEWärm­eG) sol­len dazu bei­tra­gen, weite­re En­ergiespar­poten­ziale in Wohngebäuden zu erschließen. Denn noch im­mer geht mehr als ein Vier­tel des ge­sam­ten En­ergiever­brauchs in der Bundesrepublik auf das Konto von Heizung und Warmwas­serbe­rei­tung in Privat­haushal­ten.

Wärm­egesetz für den Neubau
Die Pf­licht zur Einbindung regene­rativer En­ergie­trä­ger in die Wärm­eversorgung gilt für alle Neubau­ten, für die ein Bau­an­trag nach dem 1. Janu­ar 2009 ge­stellt wurde. Die Bauherren können zwi­schen ver­schiede­nen Systemen wäh­len. Re­lativ kostengünstig lässt sich die gesetzli­che Ver­pf­lich­tung mit ei­ner Kombi­nati­on von sparsa­mer Brennwert­tech­nik und So­larwärm­eanla­ge erfül­len. Für Ein- und Zweifa­mili­enhäu­ser schreibt das EEWärm­eG bei die­ser Vari­ante ei­ne So­larkollektor­fläc­he von min­des­tens vier Pro­zent der beheiz­ten Nutz­fläc­he vor. Dar­aus ergibt sich für ein 150 Quadratme­ter großes Haus ei­ne Kollektor­fläc­he von insge­s­amt sechs Quadratmetern. Ei­ne sol­che Größe reicht aus, um ei­ne vier­köpfige Fa­milie mit so­lar erzeug­tem Warmwas­ser zu versorgen. Für Häu­ser ab drei Wohn­einhei­ten fordert der Gesetzgeber ei­ne Kollektor­fläc­he von min­des­tens drei Pro­zent der beheiz­ten Nutz­fläc­he. Bei ei­nem Gebäude mit 350 Quadratmetern müsste also ein Kollektorfeld von 10,5 Quadratmetern in­stalliert wer­den.